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Medizin
In der Bundesrepublik Deutschland sind Erkrankungen und Verletzungen des zentralen Nervensystems die häufigste Ursache von Invalidität.

Durch die Fortschritte der Notfall- und Intensivbehandlungen, vor allem in den letzten 15 Jahren, überleben immer mehr schwerst betroffene Patienten die primäre Schädigung.
So kam zwangsläufig aus medizinischer Notwendigkeit einerseits und menschlicher Not andererseits der Rehabilitation dieser betroffenen Patienten eine immer größere Bedeutung zu. Dies erklärt, daß in keiner der Dekaden dieses Jahrhunderts die Neurorehabilitation eine so rasche Entwicklung und Verbreitung gefunden hat wie in den vergangenen zehn Jahren.


Welche Aufgaben kommen der Medizin bei der Behandlung schwerst Schädel-Hirn-Verletzter zu?

Originäre medizinische Aufgaben:

Hierunter fallen - Anamneseerhebung, klinische Untersuchung, die gesamte internistische, neurologische und radiologische Diagnostik, Notfallbehandlungen und Kriseninterventionen, sowie Erstellen von Arztberichten und Dokumentationen der erhobenen Befunde.
Die Herausforderungen bzw. Anforderungen an die Medizin haben sich hierbei allerdings in den letzten zehn Jahren wesentlich erweitert.

Dem Fachbereich Medizin sind neben den Ärzten auch der Sozialdienst, die Neuropsychologie, die Musiktherapie und die Abteilung Forschung und Wissenschaft unterstellt


Spezifisches Versorgungsangebot im TZB

Diagnostik:

Spiral-CCT, konventionelles Röntgen, Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, 24-Stunden- EKG, 24-Stunden-Blutdruckmessung, Spirometrie, Sonographie, Echokardiographie, Duplex, Gastroskopie mit PEG-Anlage, Rhinolaryngoskopie, Bronchoskopie, Sigmoidoskopie, EEG, evozierte Potentiale, NLG, EMG

Konsiliardienste:

Regelmäßig:HNO, Orthoptik; Ophthalmologie, Zahnheilkunde; bei Bedarf: Chirurgie, Gynäkologie, Dermatologie

Spezialgebiete:
  1. Behandlung von Spastik, spastisch bedingten Bewegungsstörungen, Kontrakturen
  2. Behandlung von Schluckstörungen, Trachealkanülenmanagement.

Beides wird auch im Rahmen einer Spezialambulanz angeboten.


Ärztliche Weiterbildung:

1 ½ Jahre Innere Medizin
1 Jahr Neurologie
2 Jahre Physikalische und Rehabilitative Medizin
Erwerb der Zusatzbezeichnung "Rehawesen"


Fachbeirat:

Prof. Dr. M. Stöhr, Chefarzt Neurologie Klinikum Augsburg
Prof. Dr. med. H. Forst, Chefarzt Anästhesie/Intensivmedizin Klinikum Augsburg
Prof. Dr. Dr. med. B. Widder, Ärztl. Direktor Neurol. Klinik Bezirkskrankenhaus Günzburg
Prof. Dr. med. H.-P. Richter, Chefarzt Neurochirurgie Bezirkskrankenhaus Günzburg


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