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Manuelle Medizin - Manuelle Therapie
Manuelle Medizin

Die manuelle Medizin befasst sich im Rahmen der üblichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren mit reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. Sie umfasst alle manuellen diagnostischen und therapeutischen Techniken an der Wirbelsäule und an den Extremitätengelenken, die zur Auffindung und Behandlung dieser Störung dienen, und ist daher ein Teil der ärztlichen Heilkunde.

Die manuelle Medizin besteht aus:
  • manueller Diagnostik (Chirodiagnostik) (funktionelle Strukturanalyse)
  • manueller Therapie (Chirotherapie) (Mobilisation, Manipulation, Stabilisation)

Manuelle Therapie (M.T.)

Ein Teil der manuellen Medizin kann an entsprechend ausgebildete Krankengymnasten delegiert werden.

Die manuelle Therapie besteht aus:
  • Weichteiltechniken
  • Mobilisation
  • Manipulation
  • Neuromuskuläre Therapien (NMT):

  • Muskelbehandlungen und / oder Gelenkmobilisationen mit Hilfe neurophysiologischer Mechanismen
  • Stabilisierenden neuromuskulären Therapien

(aus Dr. H. Frisch; Sonderausgabe des Ärzteseminars Hamm (FAC) e.V.; Springer 1990; S.1)

Sog. Manualtherapeuten sind also Physiotherapeuten mit einer Zusatzausbildung und Zertifikat in Manueller Therapie. Sie behandeln auf ärztliche Anordnung Störungen im Bereich des Bewegungsapparats mit ihren Händen (vgl. Manualtherapeut).

Derartige Störungen können sein:
  • Bewegungseinschränkungen durch mangelnde Gelenkbeweglichkeit, zu geringe Dehnbarkeit der Muskulatur oder auch eingeschränkte Beweglichkeit des Nervensystems
  • Schmerzen (Einschränkungen der Beweglichkeit werden häufig von Schmerzen begleitet, wie z.B. Lumbago, Ischialgie u.v.a.)
Ein Manualtherapeut versucht mittels verschiedener Techniken die gestörte Beweglichkeit wieder herzustellen und damit die Schmerzsymptomatik zu beseitigen oder wenigstens zu lindern.

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